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Aus einem Tribal Projekt im Jahre 2002 entstand der Tribal-Stamm „Benat Kom Ombo“
unter der Leitung von Dunyazade.
Viele stammeszugehörige Tänzerinnen haben eine langjährige klassisch- orientalische sowie folkloristische
Tanzausbildung, sind selber unterrichtend tätig und erweitern kontinuierlich ihre Kenntnisse in Workshops
bei namhaften Dozenten aus aller Welt.
Kom Ombo ist der Name eines Gottestempels, geweiht dem Krokodilgott Sobek und Haroeris »Horus der Große«,
dem Kriegsgott der Sonne.
In Kom Ombo findet man die imponierenden Reste eines Tempels mit einem ungewöhnlichen Baumuster: es ist
ein vollkommener Doppeltempel, der aus zwei vollständigen, nebeneinander gestellten Tempeln besteht.
Der rechte Tempel ist dem Gott Sobek geweiht, der Fruchtbarkeitsgott ist, aber auch als Schöpfer der
Welt angesehen wird. Der linke Tempel ist dem Gott Haroeris geweiht, das heißt »Horus der Große«, dem
Kriegsgott der Sonne.
Südlich vom Tempelhof befindet sich eine unter Kaiser Domitian errichtete Hathor-Kapelle.
Hathor ist wohl eine der bekanntesten und ältesten ägyptischen Gottheiten, die bereits vor den ersten
Dynastien in und um Ägypten verehrt wurde. Hathor war eng mit dem Königsgott Horus verbunden, weil ihr
Name auf das "Haus des Horus" verweist. Sie galt als Königsgöttin, sowie auch als Muttergottheit, Göttin
der Liebe, der Schönheit, der Musik, des Tanzes und der Freude und Beschützerin der Frauen, als Schutzherrin
bei der Geburt, Göttin der Regeneration sowohl als auch "Auge der Sonne" und "Auge des Mondes".
Sie ist in jedem Lied, in jedem Vers und in jedem Bild, das den Sinnen der Betrachter schmeichelt und
gefällt... Und sie hat große Macht in der Unterwelt.... Dort bringt sie den Seelen Wasser und Essen.
Für die Menschen ist sie vor allem aber Göttin der Freude, der Mutterschaft und Liebe.
Ihr Symbol ist die Sonnenscheibe, die sie zwischen Hörnern auf ihrem Haupte trägt. In Träumen erscheint
sie als so gesegnetes (auch sternenbedecktes) Rind, als Kuh in einem Boot, oder als eine Frau in königlichen
Ornat mit einer Krone, die Sonne/Mond und Hörner symbolisiert. Man nennt sie auch auch das "Auge des Ra".
Der Kult der Hathor fordert vor allem Musiker, Dichter, Artisten, Tänzer und andere Künstler als Priester.
Musik und Tanz sind für Hathor wichtiger als alles andere und spielen in keinem anderen ägyptischen Kult
eine ähnliche Rolle. Hathor zeigt sich ihren Gläubigen vor allem in der Trance- und Traumwelt von intensivem
Musik-Hören und beim Tanzen. Sie kann dabei Seelen befreien, beglücken und von Tiefpunkten in neue Höhen
erheben. Wann immer Ra deprimiert war, tanzte Hathor für ihn, um ihm so neuen Mut zu verleihen. Eine ihrer
schönsten Gaben an die Menschheit ist die Inspiration und die Gabe der Traumdeutung.
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